Evangelische Kirche zu Schallbach

 

Kirche  im Frühjahr 2005

 
 
Festgottesdienst am 30. April 2016 mit Dekanstellvertreter Markus Schulz und der neuen Pfarrerin Christina Günther-Fiedler.
 

Die Oberbadische vom 2.5.2016

Ort für lebendige Gottesbegegnung

mehr>

BZ vom 30.9.2015

Sanierung in Schallbach: Jetzt trägt das Kirchendach wieder

Sanierung in Schallbach ist weitgehend abgeschlossen / Einweihung kann voraussichtlich an Pfingsten 2016 gefeiert werden.

mehr>

 
BZ vom 21.6.12

Erste Kirchen-Ausstellung

In Schallbach zeigt von Freitag an Monika Grether ihre Arbeiten

Schallbach (BZ). Mit dem verklingen des Abendläutens um 19 Uhr wird Pfarrerin Gühne am Freitag, 22. Juni, die erste Ausstellung in der Schallbacher Kirche eröffnen. Sie trägt den Titel „Holz, Ton, Farbe“ und zeigt Arbeiten der Schallbacherin Monika Grether. Es handelt sich dabei um eine von Mitgliedern der Kirchengemeinde umgesetzte Idee, die der Erhaltung des Kirchengebäudes und der Aktivierung des Gemeindelebens dienen soll. Monika Grether hat sich als Kunstschaffende dieser Herausforderung gestellt. Nach anfänglichen Bedenken, in einer Kirche auszustellen, habe sie sich auf diese Herausforderung eingelassen, so Grether.

Zur Vernissage spielt Lara Neuer Telemanns „Phantasie Nr. 10“ für Geige. Am Sonntag, 15 Juli, endet die Ausstellung mit einer Finissage um 17 Uhr. Infos unter www.kuenstler-in-der-kirche.de 


Die Oberbadische vom 19.6.12

Kunst zwischen Altar und Kanzel

Um Schallbachs Kirche zu erhalten, finden in Kürze eine Ausstellung, Abendmusiken und eine Lesung statt

Schallbach (raw/ov). Mit dem Verklingen des Abendläutens um 19 Uhr wird Pfarrerin Christine Gühne am Freitag, 22.Juni, die erste Ausstellung in der Schallbacher Kirche eröffnen. Sie trägt den Titel "Holz, Ton Farbe" und zeigt Arbeiten von Monika Grether. Es handelt sich dabei um eine von Mitgliedern der Kirchengemeinde umgesetzte Idee, die der Erhaltung des Kirchengebäudes und der Aktivierung des Gemeindelebens zugutekommen soll.

Monika Grether hat sich als Kunstschaffende und Schallbacherin dieser Herausforderung gestellt. Nach anfänglichen Bedenken, in einer Kirche auszustellen, sagt sie heute, dass sie es gut finde, sich auf diese Herausforderung eingelassen zu haben und dass sie selbst darauf gespannt sei, ob der geistlich-religiöse Aspekt, der sie im Zusammenhang mit dieser Ausstellung neu bewegt, in den Arbeiten sichtbar wird. Sie wünscht sich, dass Besucher ihrer Ausstellung persönliche Erfahrungen machen, auch wenn sie sich ärgern: Hauptsache, sie lassen sich auf die Kunst ein.

Zur Vernissage spielt Lara Neuer Telemanns "Phantasie Nr.10" für Geige. Am Sonntag, 15. Juli, endet die Ausstellung mit einer Finissage um 17 Uhr. Holz spielt eine dominierende Rolle in Monika Grethers Arbeiten. Einzelne Abfallstücke aus einer Zimmerei werden teilweise bemalt und zu einer Gruppe zusammengefügt, wo sie durch neue Anordnung und Farbe wieder zu einer Einheit kommen. Auf Maserung und Struktur legt Monika Grether ihr besonderes Augenmerk. Auch ihre Arbeiten in Öl sind geprägt von Strukturen. Dabei ist sie hier mit dem pastösen Volumen der Ölfarbe Formen und Farben von Baumrinden und Astlöchern auf der Spur. Diese Affinität versucht sie auch in Ton umzusetzen. Die Oberflächen der Tonkugeln, die Teile einer Installation sind, spiegeln ebenfalls die hölzerne Struktur wider. Sie wirken in der kompakten Schwere ebenso brüchig und vergänglich.

Monika Grether machte Anfang der 70er Jahre eine Ausbildung zur Textildesignerin, studierte 1995 bis 98 an der Freien Kunstakademie Basel und schloss sich 2003 der Künstlerinnen-Projektgruppe "zu fünfen" an, ist Mitglied bei GEDOK und VBK Lörrach und hat schon zahlreiche Ausstellungen mitgemacht. Immer wieder ist sie bei "Dorf Art" in Ötlingen vertreten, wo sie aufgewachsen ist.

Im Verlauf der Ausstellung in der Schallbacher Kirche werden zwei Abendmusiken gespielt. Es handelt sich dabei um geistliche Konzerte in der Kirche. Am Mittwoch, 27. Juni, um 20.30 Uhr wird Heinz Breininger aus Weil am Rhein an der Orgel den Auftakt spielen. Sein Programm steht noch nicht fest.

Am Dienstag, 3. Juli, ebenfalls um 20.30 Uhr, wird der Konzertgitarrist Dieter Silvan Weiß aus Wittlingen zu hören sein. Er spielt "6 Konzert-Etüden" von Heinrich Albert und " Fantasie Op.17" von Eduard Bayer. Die Abendmusiken dauern rund 30 Minuten und werden von einem Gastrounternehmen finanziert.

Am Freitag, 13. Juli, 19 Uhr, findet eine Autorenlesung statt. Der epd-Journalist und achtfache Familienvater Marcus Mockler, Jahrgang 1965, liest aus "Das Gespräch der Zwillinge". Hintergrund der Buchidee ist die Frage, ob es ein Leben nach dem Tod gibt. Den Ungeborenen scheint dabei eine Existenz außerhalb ihrer geborgenen Höhle kaum möglich " und selbst von ihrer Mutter haben sie nur vage Vorstellungen. Der Autor entfaltet originell den Gedanken, dass Menschen im Blick auf ein Leben nach dem Tod in einer vergleichbaren Position sind. Zur Deckung der Unkosten wird an diesem Abend ein Eintritt von zwei Euro erhoben.

KURZINFO

Die Ausstellung in der Kirche Schallbachdauert bis zum 15. Juli. Öffnungszeiten: Sonntag, 11 bis 17 Uhr; Freitag 16 bis 19 Uhr sowie Dienstag und Mittwoch von 9 bis 12 Uhr. Weitere Informationen sind im Internet
unter
www.kuenstler-in-der-kirche.de  zu finden.

 
BZ vom 06.08.2011

Gotteshaus akut einsturzgefährdet


"Stützkorsett" für Schallbachs Kirche / Oben auf Prioritätenliste

Von unserem Mitarbeiter Marco Schopferer

SCHALLBACH. Die Schallbacher Kirche ist akut einsturzgefährdet. Nur dank aufwendiger Stützmaßnahmen kann der Gottesdienst darin noch stattfinden. Für Kirchgänger bestehe "derzeit keine Lebensgefahr" , versichert das Landesamt für Vermögen und Bau.

Erst schreckten tiefe Risse im Mauerwerk die evangelischen Christen in Fischingen auf, jetzt zeigt sich, dass im benachbarten Schallbach alles noch viel schlimmer ist. Kein Fenstersturz, der nicht gebrochen ist, und die tragenden Holzbalkenquerverstrebungen des Daches sind auch für Laien erkennbar gänzlich durchgefault.

Bereits im Dezember vergangenen Jahres musste eine Beerdigung spontan ins Gemeindehaus verlegt werden. Die Last des nassfeuchten Schnees, auf den es immer weiter schneite, drohte das Kirchendach einzudrücken. Das zuständige Freiburger Landesamt für Bau und Vermögen (ehemaliges staatliches Hochbauamt) musste schnell reagieren.

Auf der Empore, im Eingangsbereich und unter dem Kirchenschiff bis zum Altar hin wurden stabile eiserne Stützen samt Querverstrebungen aufgestellt, damit die Kirchendecke samt Dach nicht einstürzt und eventuell Gläubige darunter begräbt. Seit Weihnachten wird im Schallbacher Gottesdienst nicht nur Gottes Wort verkündet, sondern auch der Charme einer Großbaustelle versprüht. Einen freien Blick auf das große Jesuskreuz links hinter dem Altar gibt es nicht mehr, denn die Gläubigen rücken nun meist auf der rechten Kirchenseite zusammen, um zumindest den Worten der Geistlichen ohne störende Stahlverstrebungen vor Augen folgen zu können.

Für die Vorsitzende des evangelischen Kirchengemeinderates, Anke Böttcher, ein nicht tragbarer Zustand. Das sieht man übrigens so auch beim Oberkirchenrat in Karlsruhe. "Wenn es nach uns geht, sind die Mängel morgen behoben" , sagt Thomas Gillich, Architekt beim Hochbauamt des evangelischen Oberkirchenrates und für die Schallbacher Kirche zuständig, allerdings nicht verantwortlich.

Die Unterhaltshoheit liegt beim Land Baden-Württemberg. Heinz-Peter Kirch verwaltet dort rund 3000 staatliche Gebäude und Kirchen mit. Auch für ihn besteht indes höchste Dringlichkeit bei der Renovation. "Die Balken auflager sind völlig abgefault", die gesamte Dachkonstruktion und auch das Mauerwerk seien instabil. Man habe deshalb eiligst Schwerlastsprieße eingebaut und die Decke mit Metallpfeilern zu stützen versucht.

"Derzeit besteht keine Gefahr für Leib und Leben," sagt Heinz-Peter Kirch, will damit aber nicht sagen, dass eine Sanierung nicht dringend notwendig sei. Er hoffe, dass die Kirche in den kommenden Haushaltsplan des Landes Baden-Württemberg aufgenommen wird. "Nach der Kirche in Tegernau hat für uns die Schallbacher Kirche höchste Priorität", sagt Kirch. Das Tegernauer Gotteshaus darf aufgrund der akuten Einsturzgefahr derzeit nicht einmal betreten werden.

Kommt also eine baldige Sanierung, wenn Schallbach mit ganz oben auf der Prioritätenliste steht? Heinz-Peter Kirch will keine Zusage machen. Kommende Weihnachten werde man auf alle Fälle noch zwischen den Gerüsten feiern müssen. Womöglich könne man aber auf eine Sanierung in 2012 hoffen, "ich kann das aber nicht versprechen" . Rund 300 000 Euro werde eine Sanierung kosten, "das ist dann schon eines unserer größeren Projekte" . Und noch einmal: Erst bei den Haushaltsplanberatungen fallen die Entscheidungen. Bleibt noch die Frage, ob das Land als Bauträger vieler kirchlicher Einrichtungen die Gebäude seit Jahren verrotten lässt? Zumindest der evangelische Oberkirchenrat in Karlsruhe und das Amt für Bau und Vermögen in Freiburg verneinen diesen Eindruck. Grundsätzlich komme das Land seiner Aufgabe selbst in Zeiten klammer Haushaltskassen sehr großzügig nach, heißt es unisono. In Schallbach habe man den Renovationsbedarf aber einfach zu spät erkannt. Die verfaulten Balken unter den Deckenbrettern seien auch nicht erkennbar gewesen.
 

Besuchen Sie die Kirche doch zu einem Gottesdienst:

 

Fotos des Innenraums vom November 2007
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Thomas Quartier

 
Video von H. Neuenschwander auf YouTube:
 
 
 

IMPRESSUM