Evangelische Kirche zu Fischingen

 

Kirche  im Frühjahr 2005

 
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Fotos: Thomas Quartier

 
 

Video: H. Neuenschwander

 
BZ vom 14.07.2011

Risse in den Kirchenmauern

Mit der Sanierung im Jahr 2003 ließ sich das Problem der Fischinger Kirche offenbar nicht bannen

Von unserem Mitarbeiter Marco Schopferer

FISCHINGEN. Die evangelische Kirchengemeinde in Fischingen macht sich Sorgen um ihr Gotteshaus. Tiefe Risse zeigen sich in der im 8. Jahrhundert erbauten Kirche, was sich Sachverständige vor Ort bereits ansahen. "Akute Einsturzgefahr besteht zum Glück nicht", informierte der Vorsitzende des Kirchengemeinderates Thomas Müller am Sonntag die Gläubigen.

Das Problem der Rissebildung ist nicht neu. Als die Kirche 2002 und 2003 saniert wurde, galt der Verstärkung der Fundamente daher ein besonderes Augenmerk. Mit ehrenamtlichem Engagement wurde damals auf der Nordseite der Erdboden entlang der Außenmauer entfernt, um der Baufirma die Verstärkung der Außenmauern möglich zu machen. Nun zeigt sich: Die Rissbildung setzt sich fort. Gleich an mehreren Stellen ist dies von außen wie auch von innen deutlich zu erkennen: Insbesondere bei Fensterstürzen und am Sockel schlängeln sich teils über einen Meter lange Risse im Mauerwerk.

Besonders schlimm: Auch die Jahrhunderte alten Fresken im Inneren der Kirche sind teilweise betroffen, auch dort taten sich Fugen auf. Thomas Müller hatte den Oberkirchenrat in Karlsruhe umgehend über die Beobachtung informiert, dessen Bausachverständiger Thomas Gillich sich auch vor Ort ein Bild der Schäden gemacht hat und das staatliche Hochbauamt in Freiburg mit der weiteren Begutachtung beauftragte. "Man vermutet, dass sich der Untergrund in Bewegung befindet" , weiß Müller. Zunächst wolle man die Schäden wohl lediglich im Auge behalten, um herauszufinden, ob sich die Risse vergrößern. Eine akute Gefahr für die Statik des altehrwürdigen Gotteshauses sei demnach nicht gegeben. Auch sind die Risse wohl nicht auf eventuelle Baumängel bei der erst im Jahre 2003 ausgeführten Kirchensanierung zurückzuführen.

Thomas Gillich war gestern für Fragen nicht erreichbar, er sei erst in einigen Tagen wieder im Haus, hieß es. Die Fischinger Kirche St. Peter gehört zu den ältesten Gotteshäusern des Reblandes. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im Jahre 772. Im Inneren beheimatet sie wertvolle Fresken mit biblischen Szenen, die wohl im 14. Jahrhundert angebracht wurden.
 

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